Vegane Gesellschaft Österreich: Warum ich meine Mitgliedschaft gekündigt habe, und wie es jetzt weitergeht

Heute in der Früh habe ich meine Mitgliedschaft bei der Veganen Gesellschaft Österreich gekündigt, als direktes Resultat des deli dip-Debakels auf der Messe Vegan Planet Wien 2016.

© http://www.vegantourist.com

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Die Firma deli dip spendet alle Einkünfte von ihrer Teilnahme an der Messe an die Krebsforschung. Medizinische Forschung bedeutet vor allem Eines: Tierversuche. Nachdem ich mich bei den Organisatoren darüber beschwerte, wurde mir versichert, dass die Situation positiv gelöst wurde, also keine Spenden an Organisationen fließen würden, die indirekt Tierversuche finanzieren. Gestern, Samstag, habe ich daraufhin in der Früh ein Update zum meinem ersten Blogpost vom Freitag geschrieben.

Heute, Sonntag, wache ich auf, und ein Messebesucher vom Samstag hat mir über Facebook mitgeteilt, dass am Samstag das Schild doch wieder aufgestellt wurde.

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Aus diesem Grund habe ich heute in der Früh meine Mitgliedschaft bei der Veganen Gesellschaft Österreich gekündigt.

Wie geht’s jetzt weiter?

Man hat als Einzelperson auf das Verhalten anderer Menschen und Organisationen keinen direkten Einfluss, jeder trifft seine Entscheidungen selbst und muss diese Entscheidungen und alle Konsequenzen auch verantworten. Ich kann also nur mein eigenes Verhalten adaptieren. Deshalb habe ich beschlossen, jetzt Folgendes zu machen:

Den Betrag, den ich normalerweise als Mitgliedsbeitrag an die VGÖ überweisen würde, werde ich stattdessen an den Verein Ärzte gegen Tierversuche spenden. Das sind 36,00 Euro.

Wenn die Vegan Planet Messe das nächste Mal wieder in Wien stattfindet – ich nehme an, im November 2017 – werde ich nicht hingehen, sondern das Eintrittsgeld auch wieder an Ärzte gegen Tierversuche spenden. Das sind 9,00 Euro.

Von deli dip habe ich in der Vergangenheit hin und wieder Produkte gekauft. Nicht viel, aber doch. Da werde ich weitere 15,00 Euro an die Organisation Ärzte gegen Tierversuche spenden, das entspricht in etwa dem Betrag, den ich pro Jahr für Produkte dieser Firma ausgegeben habe.

Nach Durchsicht der Webseite von deli dip habe ich festgestellt, dass die Produkte bei Billa, Merkur und Metro verkauft werden, also den Geschäften des REWE-Konzerns. (Das sind die einzigen Handelspartner, die derzeit auf der Webseite dieser Firma angeführt werden.) Ich kaufe relativ viel bei Billa ein, da das nächste Geschäft nur einen Block von meiner Wohnung entfernt ist, und auch bei Merkur kaufe ich viel ein, da das nächste Geschäft sich in nur zwei Wohnblöcken Entfernung befindet. Alles in allem schätze ich, dass ich über ein ganzes Jahr verteilt rund 1.500,– Euro bei Billa und Merkur ausgebe. Da kaufe ich hauptsächlich clever-Küchenrollen, Taschentücher, Müllsäcke und WC-Papier sowie zahlreiche Produkte der Marke Ja! Natürlich. Außerdem Obst und Gemüse sowie vegane Fertigprodukte diverser Firmen. Ich der Vergangenheit habe ich dort Hummus von deli dip gekauft. Ich werde ab sofort – und zumindest auch das ganze nächste Jahr hindurch – bei diesen beiden Firmen nicht mehr einkaufen.

Statt dessen werde ich bei Denn’s einkaufen, bei Maran Vegan, auf Märkten und bei vielen anderen kleinen Geschäften. Ich weiß, dass es in Wien einen vegan foodcoop gibt, der Biohof Radl ist eine Alternative für Obst und Gemüse, und der Biohof Adamah verkauft Obst und Gemüse auf Märkten. (Ein Abo-Kistl hatte ich in der Vergangenheit, das war mir aber zu viel, da ist immer etwas übrig geblieben.). Bei vielen dieser Geschäfte kaufe ich sowieso schon ein, aber Billa und Merkur befinden sich halt in direkter Nähe zu meiner Wohnung, das ist bequem, und deshalb habe ich dort viel eingekauft. Damit ist jetzt Schluss.

Außerdem habe ich in der Vergangenheit pro Jahr zirka 200,– Euro für Take-Out Speisen ausgegeben, das ich mir von diversen Lieferdiensten nach Hause liefern ließ. Natürlich habe ich immer vegane Speisen bestellt, aber die meisten Restaurants, die Vertragspartner dieser Lieferdienste sind, sind nicht-vegetarische Restaurants, die zudem meist auch keine biologischen Zutaten verwenden. Auch damit ist ab sofort – und zumindest das ganze Jahr 2017 hindurch – Schluss.

Statt dessen bin ich auf der Suche nach neuen Freunden (Wien oder nähere Umgebung, mit öffentlichen Vekehrsmitteln gut erreichbar), die mich – im Gegenzug für eine 10,00 Euro-Spende von mir an die Organisation Ärzte gegen Tierversuche – einmal vegan und biologisch bekochen (ich koche auch gerne mit). Es müssen keine Veganer sein, im Gegenteil: Ich habe großes Interesse daran mit Menschen Kontakt aufzunehmen, die sich nicht vegan ernähren. Wichtig wäre, dass an diesen Abenden vegan und mit biologischen Zutaten gekocht wird, und dass diese Zutaten bei kleinen österreichischen Geschäften und Bio-Produzenten eingekauft werden. Wer Lust hat, bei dieser Initiative mitzumachen, soll sich bei mir melden. Mein Ziel wären 1 – 2 Abende pro Monat in netter Gesellschaft bei neuen Freunden mit nachhaltigem, veganen Konsum, und im Gegenzug dafür spende ich jeweils 10,00 Euro an die Organisation Ärzte gegen Tierversuche.

Nach diesen Abenden würde ich darüber bloggen und die Geschäfte, bei denen eingekauft wurde, und die Produkte, die für die Zubereitung der Speisen verwendet wurden, bewerben. Ziel und Zweck ist die Promotion von kleinen Firmen und Betrieben, die ethisch produzieren, und für die Wort “vegan” nicht nur eine weitere Möglichkeit zur Profitmaximierung ist. Man müsste also ganz bewußt einkaufen, und ganz bewußte Entscheidungen über das eigene Konsumverhalten treffen. Ich denke, dass man so ein positives Zeichen setzen kann und Firmen klar machen kann, dass es nicht ausreicht, wenn die Produkte “vegan” sind, sondern dass die Firmenphilosophie ein ganz wichtiger Faktor für Kaufentscheidungen ist. Man kann als Firma nicht an medizinische Forschungseinrichtungen spenden und gleichzeitig Produkte an VeganerInnen verkaufen wollen. Ich hoffe, dass mich bald irgendjemand zu einem netten Essen einlädt, und ich diese Initiative kick-starten kann. Ich habe gute Tischmanieren und helfe auch beim Abwaschen.

So, das sind jetzt einmal die ersten Konsequenzen, die ich ziehe. Wie gesagt, ich kann nur mein eigenes Verhalten kontrollieren, und da gibt es zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten. Alles in Allem summieren sich die einzelnen Maßnahmen, die ich setzen kann. Sie führen zu einem veränderten Konsumverhalten von rund 2.000,- Euro pro Jahr. Und vielleicht fühlen sich ja andere Menschen dadurch auch motiviert, ihr eigenen Kauf- und Konsumverhalten zu überdenken. Über meine Fortschritte werde ich regelmäßig bloggen.

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Update: Vegan Planet Wien 2016 – Spenden für Tierversuche ?

Update vom  Sonntag 27.11.2016: Mir wurde über Facebook mitgeteilt, dass das Schild am Samstag wieder aufgestellt wurde. Wow! Mein fehlendes Vertrauen in die Firma scheint also berechtigt gewesen zu sein. Nach wie vor dürften Einnahmen von der Vegan Planet Messe für die Krebsforschung, und somit indirekt für Tierversuche, gespendet werden. Ich werde meine Mitgliedschaft bei der Veganen Gesellschaft Österreich kündigen.

Update vom Samstag, 26.11.2016: Gestern am Abend (Freitag, 25.11.2016) habe ich einen Blogpost veröffentlicht mit dem Titel “Vegan Planet Wien 2010 – Spenden für Tierversuche ?” Heute möchte ich ein Update dazu liefern.

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Nachdem ich mich gestern auf der Messe wahnsinnig darüber aufgeregt habe, dass die Firma deli dip alle Einkünfte von dieser Messe an die Krebsforschung spenden wollte, und damit indirekt auch Tierversuche unterstützt werden, haben mir die Organisatoren versichert, dass sie sich darum kümmern wollen.

Das Schild wurde entfernt, und die Firma hat sich “für das Missverständnis aus Unwissenheit” entschuldigt. Sie wussten anscheinend nicht, dass zwischen der St. Anna Kinder-Krebsforschung und Tierversuchen ein Zusammenhang besteht.

Ich freue mich, dass die Organisatoren meine Kritik ernst genommen haben, aber die Firma deli dip hat für mich – auf alle Zeit – jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Denn während meiner sehr erzürnten Auseinandersetzung mit dem Geschäftsführer und den Mitarbeitern dieser Firma haben diese nicht gesagt, dass sie nicht wussten, dass sie mit ihrer Spende Tierversuche finanzieren. Sie haben gesagt, dass ihnen Tierversuche egal sind, weil ihnen Kinder wichtiger als Tiere sind. Sie haben gesagt, dass sie das auch in Zukunft machen werden (es gab übrigens einen Zeugen für dieses Gespräch, falls das jetzt vielleicht abgestritten werden soll…). Auch wenn jetzt die Einnahmen von der Vegan Planet Messe nicht an die Krebsforschung gespendet werden, kann ich mich nicht darauf verlassen, dass diese Firma bei einem anderen Anlass, auf einer anderen Messe nicht doch wieder ihre Einkünfte an die Krebsforschung spendet. Und da ich mich nicht darauf verlassen kann, dass der Geschäftsführer und die Mitarbeiter dieser Firma verstehen, worum es bei einer veganen Lebensweise überhaupt geht, werde ich nie wieder Produkte von dieser Firma kaufen.

Eine vegane Lebensweise bedeutet, dass man versucht ethisch zu leben, Tiere nicht ausnutzt und Tierleid nicht fördert. Das hat Einfluss auf alle Aspekte des Lebens.

Alles, was mit dem Wort “vegan” zusammenhängt, ist im Moment unglaublich populär. Viele Firmen versuchen mit den Wort “vegan” Profit zu schinden. Auf meinen ersten Blogeintrag zu diesem Thema haben in kürzester Zeit einige Menschen reagiert.

Auch andere Messeteilnehmer und -aussteller beklagen, dass die moralischen und ethischen Aspekte immer öfter nicht berücksichtigt werden, und auf der Messe auch Unternehmen vor Ort sind, die in erster Linie ihren Profit maximieren wollen. Ich bin also nicht allein mit meiner Kritik – und das ist eine Kritik, die sich gegen die Organisatoren richtet.

Ich kann zum Beispiel überhaupt nicht nachvollziehen, wieso ein nicht-vegetarisches Restaurant, das zwar ein paar vegane Speisen anbietet, aber nachweislich in der Vergangenheit mit falschen Angaben versucht hat, vegane Kunden zu gewinnen, auf einer veganen Messe vertreten ist. In Bezug auf dieses Restaurant, das ich hier jetzt gar nicht namentlich erwähnen will, findet man zahlreiche negative Kritiken auf Facebook. Was hat so ein Betrieb auf einer veganen Messe verloren?

Es gibt auf der Messe mehere Aussteller, deren Verhalten (als Firma) mit einer veganen Lebensweise nicht in Einklang steht. Daraus ergeben sich für mich viele Fragen für den Co-Organisator, die Vegane Gesellschaft Österreich (VGÖ). Wie definiert die VGÖ das Wort “vegan”? Welche Kriterien gibt es für Betriebe, die auf einer veganen Messe einen Stand mieten wollen? Auf mich wirkt die jetzige Situation eigentlich so, dass jede Firma, die auch nur wenige “vegane” Produkte verkauft, als Aussteller akzeptiert wird. Das sehe ich äußerst kritisch, denn darunter leidet die Glaubwürdigkeit der Veganen Gesellschaft Östereich.

Ich bin an sich ein großer Fan und auch Mitglied der VGÖ. Die VGÖ leistet mit wenigen finanziellen und personellen Ressourcen sehr gute Arbeit. Ich befürworte Projekte, die darauf abzielen, möglichst viele Nicht-Veganer mit dem Thema Veganismus vertraut zu machen, denn jedes Stück Fleisch, das nicht gegessen wird, ist ein Gewinn. Zu erwähnen sei hier zum Beispiel ein Projekt, mit dem sich die VGÖ dafür einsetzt, dass zumindest ein veganes Gericht in allen Kantinen von öffentlichen Einrichtungen angeboten wird.

Aber für Veranstaltungen, die von der VGÖ selbst organisiert werden, erwarte ich mir höhere Standards. Auf der Veganmania und auf den Vegan Planet-Messen erwarte ich, dass nur Firmen als Aussteller akzeptiert werden, deren gesamte Tätigkeit erkennen lässt, dass sie sich für eine nachhaltige Lebensweise einsetzen. Ein Restaurant, das von zahlreichen VeganerInnen gemieden wird, oder eine Firma, die über Jahre hinweg die medizinische Forschung und damit einhergehende Tierversuche unterstützt, sind für mich auf VGÖ-Veranstaltungen einfach inakzeptabel. Es ist höchste Zeit, dass darüber eine Diskussion mit den Mitgliedern der VGÖ geführt wird.

Ich möchte auch noch kurz auf ein paar Facebook-Kommentare eingehen, die hinterfragen, ob es überhaupt einen Zusammenhang zwischen der St. Anna-Kinderstiftung und Tierversuchen gibt. Wenn man den Namen des Spitals gemeinsam mit dem Wort Tierversuch googelt, findet man sofort Links zu Studien mit Tierversuchen. Als Beispiel ein Link zu einem Artikel im profil vom Juni 2015.

Mit jeden Streben nach Expansion geht leider immer auch ein gewisses Maß an Qualität verloren, und das kann ich bei den Veranstaltungen der VGÖ in den letzten Jahren immer stärker beobachten. Ich hoffe, dass meine öffentliche Kritik und mein lautstark geäußerter Zorn die VGÖ vielleicht ein bisschen zum Nachdenken anregen. Ich wünsche mir, dass in Zukunft auf Events der VGÖ strengere Kriterien für Aussteller und Partnerorganisationen gelten.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zu meiner öffentlichen Kritik: Ich freue mich sehr, dass die Veranstalter sich um das deli dip – Debakel gekümmert haben. Dem Wunsch nach einer diskreten, nicht-öffentlichen Beschwerde kann und will ich aber nicht nachkommen. Denn es geht bei meiner Kritik ja nicht nur um deli dip. Es geht auch darum, dass die Veranstalter in Zukunft strengere Kriterien bei der Auswahl der Firmen definieren und sich darüber bewusst werden, dass sie sich den Zorn von VeganerInnen zuziehen, wenn sie Kooperationen mit Betrieben eingehen, die nicht höchsten ethischen Ansprüchen gerecht werden. Es ist leider meine Erfahrung, dass Kritik, die heimlich, still und leise geäußert wird, zumeist wirkungslos verpufft. Öffentlich geäußerte Kritik ist wirksamer, weil dadurch öffentlicher Druck erzeugt wird. Wenn ein/e VeganerIn sich traut zu sagen, “das ist nicht okay”, dann trauen sich in Zukunft auch andere VeganerInnen Kritik zu äußern. Genau so funktioniert ein Wandel in der Gesellschaft, und genau so agieren ja auch alle NGOs – inklusive alle Tierschutzorganisationen und die VGÖ: man äußerst öffentliche Kritik an den herrschenden Zuständen und erzeugt so Druck auf Machthaber, ihr Verhalten zu ändern. Das ist eine Strategie die funktioniert, und deshalb werde ich auch in Zukunft öffentlich Kritik äußern.

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Vegan Planet Wien 2016: Spenden für Tierversuche ?

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Ich war gerade auf der Messe Vegan Planet Wien 2016, die gemeinsam mit der Yoga Planet Messe vom 25. – 27. November im Museum für Angewandte Kunst (MAK) stattfindet, und ich bin immer noch im Schock.

Die Firma deli dip, die dort einen Verkaufsstand hat, wirbt damit, dass alle Einnahmen von dieser veganen Messe für die Krebsforschung gespendet werden. Medizinische Forschung bedeutet vor allem Eines: Tierversuche!

Jeder Veganer, der auf der Vegan Planet Wien 2016 bei deli dip etwas kauft, spendet also direkt Geld an die Krebsforschung und unterstützt damit indirekt Tierversuche. Das Schlimmste an dieser Situation ist, dass deli dip das auch schon im Vorjahr gemacht hat, wie man auf der Webseite dieser Firma – die nicht einmal ein Impressum anführt – nachlesen kann.

Mir ist schon klar, dass bei der Organisation einer so großen Messe Fehler passieren können. Aber das ist wirklich ein Mega-Fehler, der zudem schon im letzten Jahr von den Veranstaltern nicht bemerkt wurde. Nachdem ich mich – ziemlich aufgeregt – auf der Messe bei den Organisatoren darüber beschwert habe, wollen sie sich jetzt darum kümmern. Ich werde gerne ein Update darüber veröffentlichen, wie die Situation gelöst wird.

Für mich verdeutlicht die Situation eine Entwicklung, über die ich bereits im Jahr 2014 in der ersten Fassung meines Buches The Vegan Tourist: Vienna geschrieben habe. (Das Buch gibt es mittlerweile auch in einer deutschen Fassung, The Vegan Tourist: Wien.) Vegan ist “in”, und die Zahl der Firmen, die Veganer einfach nur als neue Marketing-Zielgruppe sehen, wächst mit rasanter Geschwindigkeit. Vielen dieser Firmen kommt es nur auf den Profit an, und nicht auf eine nachhaltige, vegane Lebensweise. Solche Firmen glauben, dass es ausreicht, wenn die Inhaltsstoffe ihrer Produkte “vegan” sind, um ihre Produkte an Veganer zu verkaufen. Sorry, aber das reicht einfach nicht!

Vegan zu leben bedeutet nicht nur, sich vegan zu ernähren. Ein Mensch, der vegan lebt, möchte mit seinem Lebensstil vermeiden, dass Tieren Leid zugefügt wird. Tierversuche bedeuten unendliche Qualen. Firmen wie deli dip, die “vegane” Produkte verkaufen, dann aber Geld an die medizinische Forschung spenden und damit Tierversuche unterstützen, produzieren keine veganen Produkte. Es kommt eben nicht nur auf die Inhaltsstoffe an, sondern auch auf die Glaubwürdigkeit der Firma, die “vegane” Produkte verkauft.

Ich habe in der Vergangenheit Produkte der Firma deli dip gekauft. Aber ich werde in Zukunft natürlich nie, nie, nie, nie wieder irgendetwas von dieser Firma kaufen.

Diese Firma hat für mich jede Glaubwürdigkeit als Produzent von veganen Produkten verloren.

Ich habe mich also ziemlich geärgert auf der Vegan Planet Wien, aber es gab dort auch viele Firmen, die nachhaltig produzieren, und bei denen ich bedenkenlos eingekauft habe. Diese möchte ich zum Abschluss gerne namentlich erwähnen:  Ich habe zwei Flaschen Wein vom Weingut Fürnkranz gekauft, zwei Stück Orangenblüte Naturseife von Alles Seife, vier Flaschen Essig der steirischen Firma Pölzer, eine Packung Lupinen Ei-Ersatz von SALUVegan und den neuen Ethischen Einkaufsführer 2017 von animal.fair. Ich habe auf der Messe gleich einige Weihnachtsgeschenke gekauft, und unterstütze ganz bewusst und gerne Firmen, die nachhaltig und ethisch produzieren.

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Swing Kitchen (Shopping City Süd, Austria)

Swing Kitchen is an Austrian vegan fast food chain, there are currently two restaurants in Vienna, Austria’s capital. Both of them are included in my restaurant guide, The Vegan Tourist: Vienna. A third branch – owned and operated by a franchisee – opened in September 2016 in the shopping mall Shopping City Süd, which is located just outside of Vienna in Vösendorf, in the state of Lower Austria. (Süd means “South,” and the word indicates that the shopping mall is located South of Vienna.) I believe Shopping City Süd is the largest shopping mall in all of Europe, so it’s a perfect choice for another Swing Kitchen restaurant.

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Swing Kitchen’s owners, Charlie and Irene Schillinger, also own the very popular vegan restaurant Gasthaus Schillinger in Großmugl, in the state of Lower Austria. At Swing Kitchen, you get high-quality vegan fast food: you can choose between various burgers (5.20 – 5.90 Euros) and wraps (6.80 Euros), French Fries (2.90 Euros), Onion Rings (3.50 Euros), and Vegan Nuggets (4.50 Euros). Salads und excellent desserts – Tiramisu, Cheesecake, a raspberry-yoghurt-poppy seed cake, or an almond-nougat-dessert  – are also available.

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At Shopping City Süd, Swing Kitchen is located on the mall’s upper level, in the food court, shop number 269. Opening hours are Mondays – Wednesdays, Fridays 9:30 AM – 7:30 PM, Thursdays 9:30 AM –  9:00 PM, Saturdays 9:00 AM – 6:30 PM. The restaurant and shopping mall are closed on Sundays and on public holidays.

Website: http://www.swingkitchen.com/
Facebook: https://www.facebook.com/SwingKitchen
Email: office@swingkitchen.com
Free WiFi: Yes
Debit Cards: Yes
Credit Cards: No
Bathroom Facilities: Yes, in the shopping mall
Dogs Welcome: Yes, leashed dogs are allowed in the shopping mall and in the restaurant
Non-Smoking: Yes
Seating Available: Yes

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Legumium (Wiener Neudorf, Austria)

Legumium is a small vegetarian – mostly vegan – bistro in Wiener Neustadt, in the state of Lower Austria. Wiener Neudorf is located about thirty minutes (by car or train) south of Vienna, Austria’s capital.

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The bistro only has two tables for customers inside the restaurant, but it has a lovely Schanigarten, an outdoor seating area, where you can enjoy your lunch in the summertime. Legumium has a small menu, it offers three or four different soups (4.80 Euros) and entrees (7.50 Euros)  as weekly specials. You can also order wraps, a gluten-free burger, sandwiches, a mixed salad, a couple of desserts, and a few other snacks. All the dishes are available for take-away, and Legumium offers a delivery and catering service.

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Many of the bistro’s dishes are prepared with homemade vegetable spreads – called Legummus – which you can purchase. The restaurant uses many organic and regional ingredients, take-away dishes are sold in reusable glass containers, and the electricity for the restaurant is produced through solar panels installed on the restaurant’s roof.

During my visit, I ordered a cold melon soup, which was very refreshing, and a sweet potato-coconut-risotto, which was also very good.

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Legumium
Address: Bahnstraße 6A, 2351 Wiener Neudorf
Phone: +43-(0)-2236-22 23 22
Email: office@legumium.com
Opening Hours: Mondays – Fridays 12:00 noon – 5:00 PM, closed on Saturdays, Sundays, and on public holidays. Shorter opening hours apply during the summer months, and the bistro is closed for a few weeks during the wintertime.

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Kochkiste (Mödling, Austria)

Kochkiste is a small vegetarian bistro in the city of Mödling, which is located in the state of Lower Austria. It’s a five minute walk from the city’s train station to the bistro, and it takes about 20 minutes by train to get there from Vienna, Austria’s capital.

Kochkiste offers a so-called Mittagstisch: one kind of soup and one entrée are prepared each day (Monday – Friday) as daily specials. Most days, both the soup (3.60 Euros) and entrée (small: 6.50 Euros, large: 8.20 Euros)  are either vegan or can be veganized. You can also order small (5.10 Euros) or large (8.20 Euros) mixed salads from a salad buffet.

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The daily specials typically consist of grains (couscous, bulgur, polenta, etc.), rice or potatoes, and veggies. I ordered a slice of “Polenta Pizza,” which was one of the daily specials that day. Polenta was used instead of pizza dough, and a creamy soy-based sauce was used as a topping instead of cheese. The vegetables were either stewed or boiled and seasoned with oregano, which was a disappointment. I do like mildly seasoned food, but the Polenta Pizza was a bit too bland even for my taste. Roasted or grilled vegetables would have made a huge difference, and more herbs and spices would have improved the dish as well.

In addition to the daily specials, you can order three or four other dishes from a standard menu, which are always available. Kochkiste offers organic – but not necessarily vegan – beer and wine, you can also order unfiltered (and therefore vegan) organic fruit juices.

The food wasn’t bad, but I wasn’t impressed either. My friend, who ordered veggie patties from the standard menu, did enjoy her food. I have to go back some time, and give Kochkiste another try.

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Inside the bistro, there are only a couple of high tables and bar stools for seating. But Kochkiste has a Schanigarten, an outdoor seating area, during the summer, where you can sit and eat your food. Please note that there are no customer bathrooms, and you can only pay with cash.

Address Kochkiste: Hauptstraße 30, 2340 Mödling
Opening Hours: Mondays – Fridays 11:00 AM – 6:30 PM (closed Saturdays, Sundays, and on public holidays).
Phone: +43-(0)699-1842 1020
Email: office@kochkiste.at
Website: http://www.kochkiste.at/
Facebook: http://de-de.facebook.com/pages/Kochkiste/371021602577

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Veggie Bräu (Stockerau, Austria)

Now that I finally published The Vegan Tourist: Vienna and The Vegan Tourist: Wien, I thought I’d get back to reviewing restaurants outside of Vienna. After all, this site is called The Vegan Tourist.

Veggie Bräu is a vegetarian pub in Stockerau, a city in the state of Lower Austria, which is one of the nine states that make up the country of Austria. Stockerau is located north of Vienna, the country’s capital, you can reach it in about half an hour from Vienna by car (or train, or bus).

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Thomas and Christa Böhm, who own Veggie Bräu, also own a small organic farm, and most of the grains and vegetables, which are used to prepare the dishes at the pub, come from this farm.

The pub is located next to a small city park. In the summer, you can sit in the wonderful, fairly large Schanigarten.

You can order many kinds of vegan, mostly organic drinks (non-alcoholic unfiltered juices, beer, wine, etc.). I ordered “Radler,” which is beer mixed with lemon juice.

The food menu is fairly large for a pub, and there are several vegan choices. We ordered “Knofibrot,” toasted bread rubbed with fresh garlic (4.50 Euros). Unfortunately, it wasn’t very garlic-y, that bread could have used a lot more garlic.

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We also shared a Burger with vegan cheese (7.30 Euros) and a “Veggie Snack” (4.50 Euros). On the photo, you can see half a Burger and half a Veggie Snack. The Burger is served hot, with a carrot-lentil patty and sliced onions, the Veggie Snack is served with a cold slice of vegan lunch meat. They are both prepared with salad and a vegan French Dressing. Both the Burger and Veggie Snack could have used more veggies and more dressing – I mostly remember eating bread. The food wasn’t bad, but it wasn’t a revelation, either.

The pub accepts only cash, no debit or credit cards.

Address Veggie Bräu: Schulgasse 8, 2000 Stockerau
Opening Hours: Mondays – Thursdays 6:00 PM – 12:00 midnight, Fridays – Saturdays 6:00 PM – 02:00 AM.
Phone: +43-(0)2266-72604
Email: veggie-braeu(at)aon.at
Website (watch the “ä”): http://www.veggie-bräu.at/
Facebook: https://www.facebook.com/groups/114674648555316

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Updates to the Second Edition of “The Vegan Tourist: Vienna”

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On May 2nd, 2016, I published the 2nd, updated edition of my book, The Vegan Tourist: Vienna. (The 1st German-language edition, The Vegan Tourist: Wien was published in April 2016.)

As the vegan restaurant scene in Vienna is thriving, changes to the information provided in these books are inevitable. For this express purpose, I have included “Updates”-links in the books. Readers, who purchased the books, will always be able to access up-to-date information about vegetarian restaurants in Vienna on my Website.

Here are the links for the updates of the 2nd, updated English edition and for the 1st German edition.

So what’s new?

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At the end of April 2016, Veganista, a chain of all-vegan ice cream parlors, opened its 3rd shop in  Vienna’s 9th district. I already included basic information about this third location in the book (address, website, contact information, payment options), now I can provide you with additional information. Currently (June 2016), daily opening hours are 12:00 noon – 10:00 PM. These hours are likely to change in the summer time, and the parlor might even be closed altogether for a few weeks in the winter. I’ll provide more updates when they become available. There’s no indoor seating, and no Schanigarten (outdoor seating area). There are also no customer bathrooms. (Updated June 6, 2016).

Lafafi is a small bistro in Vienna’s 12th district, which should have been included in the book (it opened in 2015), but it isn’t because I wasn’t aware of its existence. Address: Wurmbgasse 37, 1120 Vienna. Opening Hours: Mondays – Fridays 7:30 AM – 6:00 PM (closed on public holidays). Phone: +43-(0)1-97 15 600. Email: office(at)lafafi.at. Facebook. Bathroom Facilities: Yes. Non-Smoking: Yes. Seating Available: Yes. Schanigarten (outdoor seating area): Yes.
Lafafi offers a so-called Mittagstisch: one kind of soup, and one entrée, one of which is always vegan. (Occasionally they are both vegan, you pay 9.90 Euros for both.) There’s also a “salad of the day” (small: 4.90 Euros; large: 6.90 Euros), and you can usually get one vegan dessert. All the food’s organic, and Lafafi uses primarily whole grains, rice, potatoes/yams, and pasta for its main dishes.
I still need to check a few more details, e.g. payment options, and will provide further updates. (Updated June 6, 2016).

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The Vegan Tourist: Vienna – 2nd, updated edition

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The 2nd, updated edition of The Vegan Tourist: Vienna is now available. It was published on May 2, 2016.

The English-language version of of this book is available on Amazon (amazon.com, amazon.caamazon.co.uk, amazon.de, amazon.fr, amazon.es, amazon.it). Books ordered through the site in the UK will be printed in the UK. An updated Kindle version is also available.

The book is available worldwide through various resellers and bookstores.

(Books ordered through the German site will be printed in Germany – and mailed without additional costs for postage. I have also published a German-language edition, The Vegan Tourist: Wien. The German edition is only available as a printed book, not as an eBook.)

You can also order The Vegan Tourist: Vienna through my eStore. Books ordered through this eStore are printed in the US and shipped from the US.

Amazon has enabled the “Look Inside”-feature. This means that you are able to take a look inside the book, and see if you like it, before you decide to order it. 20% of the book’s pages will be made available, and chosen randomly by Amazon.

Product Details
Paperback: 134 pages
Publisher: CreateSpace Independent Publishing Platform;
2nd, updated edition edition (published May 2, 2016)
Language: English
ISBN-10: 1530625106
ISBN-13: 978-1530625109
Product Dimensions: 5.1 x 0.3 x 7.8 inches

The Vegan Tourist: Vienna is a guide book for vegan and vegetarian tourists. It is also a valuable resource for vegans who live in Vienna, Austria’s capital. The book provides information about vegetarian restaurants, vegan festivals and other events, and tells tourists how to connect with local vegans in Vienna. The author also provides tips for tourists traveling with their dogs. Information about vegan drinks, sugar, bread, ice cream, mock meat, and other products will assist vegans with their restaurant choices and purchasing decisions. This book will help vegetarians and vegans from all over the world plan their visit to Vienna, and allow them to enjoy everything the city has to offer.

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The Vegan Tourist: Wien

Unglaublich, aber wahr! Ich habe es endlich geschafft, die deutsche Version meines Buches The Vegan Tourist: Vienna fertigzustellen und zu veröffentlichen.

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Hier sind alle wichtigen Infos dazu:

The Vegan Tourist: Wien.
Vegetarische Restaurants in Wien.
Taschenbuch: 136 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Auflage: 1 (17. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1505309700
ISBN-13: 978-1505309706
Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 0,8 x 19,8 cm

Die vegane Restaurantszene in Wien ist lebendig und wächst ständig. In diesem Buch werden die vegetarischen Restaurants, Supermärkte und Geschäfte in dieser Stadt beschrieben. Die Autorin hat bei ihren Recherchen großen Wert darauf gelegt, Informationen anzuführen, die für Touristen von besonderem Interesse sind, wie etwa Zahlungsmodalitäten oder Sitzgelegenheiten in den einzelnen Restaurants. Für Reisende, die ihre Hunde mit nach Wien bringen möchten, gibt es wertvolle Informationen in diesem Buch. In einem eigenen Kapitel erfahren Leser Wissenswertes über die Produktionsprozesse von Fleischersatzprodukten, Brot, Getränken und pflanzlichen Fetten. Ingrid Haunold ist freie Journalistin und Autorin, auf ihrer Webseite “The Vegan Tourist” blogt sie über vegan Themen.

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